fbpx

Eine Krankheit viele Baustellen

Als ich damals an Brustkrebs erkrankt bin, brach für mich eine Welt zusammen. Aber auch für meine Familie. Das so viele unterschiedliche und viele Baustellen auf einen niederprasseln können, ist einem vorher leider nicht klar. Obwohl ich wusste, was da alles auf mich zukommen kann, war das, was kommen sollte, hat mich das insgesamt doch echt umgehauen.

rosa schleife

Brustkrebs – eine Krankheit viele Baustellen

Jeder der die Diagnose Brustkrebs bekommt hat erst einmal das Gefühl, man bekommt Schnappatmung. Es fühlte sich an, als ob einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird. Außer Angst ist nichts im Kopf. Große Angst um das Leben, das blanke Leben. UND um die Familie. Die Kinder sind  womöglich noch so klein. Der Partner, Ehemann oder Freund. Die finanzielle Situation. All das, was noch kommt.

Die Zeiten der Therapien waren schon nicht ganz easy. Seitdem habe ich auch zu vielen Dingen im Leben eine andere Einstellung. Man muss sich in Geduld über oder Ängste und Sorgen ertragen. 

Aber beginnen wir ganz am Anfang. Die Diagnose ist einfach schön der HAMMER. Dann kommen oft Gespräche mit verschiedenen Ärzten. Hier geht es um die OP, die Chemotherapie oder auch die anschließende Bestrahlung. Oft ist man so angestrengt, nervös, dass man die Hälfte des Gesagten wieder schnell vergisst. Am Besten, man geht zu diesen Terminen nicht allein. 

Was wird alles auf mich zukommen und wie wird sich das anfühlen in meinem Körper? Was macht das mit mir? Solange ich damals nicht wusste, wie sich das für mich anfühlen wird, war auch bei mir die Verunsicherung sehr groß. Auch wenn ich vorher schon mit Brustkrebs viele Berührungspunkte hatte.

Viele gruselige Geschichten gibt es rund um dieses Thema. Wichtig ist es aber hier, dass sich ein jeder eine eigene Meinung dazu bildet. Dem gegenüber positiv eingestellt ist. Das es einem HILFT, gegen dieses Krankheit gegen an zu kämpfen. 

Jeden Tag aufs neue! Auch wenn es dazwischen auch echt schlechte Tage gibt. Viele Patienten zeigen etliche Nebenwirkungen auf die Chemotherapie, die einen umhaut. Von Übelkeit, Schmerzen über Erschöpfungssyndrom bis hin zu Empfindungsstörungen in den Extremitäten und viele andere Nebenwirkungen ist all dabei. Meine Chemotherapie habe ich immer als Jungbrunnen gesehen. Das macht mich wieder gesund!

Aber das ist ja nur die eine Seite der Medaille. Bei vielen ist es noch die finanzielle Sorge. Angst um den Job, wie lange bekommt man Krankengeld oder Arbeitslosengeld und wie lange können wir uns noch alles weiterhin leisten.

Solange das Krankengeld kommt (was ja schon erheblich weniger als der Lohn ist) klappt noch alles halbwegs gut. Aber was ist, wenn ich später nicht mehr arbeiten kann. Wie geht es dann weiter? Bekomme ich dann Rente oder bin ich zu allem Schreck auch noch arbeitslos? 

Diese Sorgen muss man zu allem Schreck auch noch so nebenbei für sich irgendwie lösen. Nebenbei – wie beschrieben. Neben dem Gesund werden! Und die große Sorge um das eigene Leben 

Nach der Chemotherapie bekommen viele Brustkrebs-Patienten noch eine Strahlentherapie. Glücklicherweise gibt es mittlerweile wirklich gute Cremes und Salben, um den Strahlenbrand zu vermeiden bzw. zu reduzieren. 

Nachdem das alles abgeschlossen ist, bekommen viele Onko-Patienten eine Anschluss-Heilbehandlung. Diese ist dann einfach auch dringend erforderlich. Der Körper und der Geist mussten in den letzten Monaten viel aushalten und verarbeiten. Daher ist die Zeit der Erholung besonders wichtig.

Bei vielen Menschen beginnt das Verarbeiten aber erst nach der Therapie. Bin dahin ist der Körper bei vielen im „Kampfmodus“.

Ich habe in dieser Zeit für mich Achtsamkeit und Resilienz entdeckt. Über Resizilienz und Achtsamkeit und deren Bedeutung habe ich schon einmal in verschiedenen Podcast-Episoden berichtet. Seitdem betreibe ich das täglich und für mich ist das nach wie vor ein sehr wichtiges Tool für mein tägliches Leben. 

Aber auch weitere Entspannungsübungen wie Meditationen oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen sind mir in „Fleisch und Blut“ übergegangen. Aber auch Yogakurse habe ich mehrfach besucht. Dieses alles sind Dinge, die einem wunderbar helfen. 

Hast du schon mal das ein oder andere für dich probiert? Wenn nicht, dann probiere es einfach mal für dich aus!

In meinem Feel Good!Kurs gehen gehen wir auch auf die Themen Resilienz und Achtsamkeit ausführlich ein.

Aber was kommt nun nach unserer Reha? Viele haben das große Glück, dass sie bei ihrem alten Arbeitgeber wieder anfangen können. 

Ab 2004 wurde BEM (Betriebliche Eingliederungmanagement) eingeführt und die Arbeitgeber haben die Pflicht, dieses auch mit allen Mitarbeitern durchzuführen, die länger als 42 Tagen in den letzten 12 Monaten erkrankt waren. Dieses hat zum Ziel, eine erneute Arbeitsunfähigkeit abzuwenden. Jeder hat aber die Möglichkeit, BEM abzulehnen. Einen Schwerbehindertenausweis solltest du auch schon längst beantragt haben. 

Dann beginnt wieder der Arbeitsalltag. Dieser sollte man nicht sofort mit voller Stundenzahl starten, sondern man sollte mit einer ärztlichen Wiedereingliederung mit steigender Stundenzahl beginnen.

Aber was ist, wenn das alles nicht klappt? Man ist überhaupt nicht arbeitsfähig? Die Nebenwirkungen und die Beschwerden sind einfach noch zu groß. Das ganze belastet einen noch zu sehr? Und dann… läuft auch noch das Krankengeld aus! Hier besteht immer noch die Möglichkeit, eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Das ist aber ein Prozess, den man nicht allein angehen sollte. Hier ist es gut, wenn man fachliche Unterstützung hat, die einen unterstützt. 

Aber bei allem Beschriebenen schwingt immer die Angst mit. Was ist, wenn… Egal, ob es um die Erkrankung, die Familie oder die finanzielle Situation geht. 

Zu Beginn meiner Brustkrebs-Erkrankung habe ich immer gesagt, dass ich mein altes Leben wieder haben werde. Mein altes Leben, so wie es früher war, ist es heute nicht. Es ist anders. Aber in viele Punkten auch bewusster. Ich genieße mehr als früher. Auch bin ich heute nicht mehr so leistungsfähig wie früher. Das macht aber nichts. Ich brauche mehr Zeit. Auch das empfinde ich nicht so schlimm. 

Denn: Ich lebe! Und genieße jeden einzelnen Tag. Ganz bewusst. 

 

Wenn du Interesse an meinem Feel Good-Kurs hast, dann schau doch einfach mal hier bei diesem Link. Dort findest du alle Infos und kannst du auch auf die unverbindliche Warteliste setzen.

Klicke hier für die Warteliste