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Folge 6 – Resilienz, lebst du es auch schon
Resilienz – ich mittlerweile ja!

Als ich an Krebs erkrankte, beschäftigte ich mich erstmals wirklich mit dem Thema Resilienz. Solange war das für mich weit weg.

„Der Krebs ist das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte!“ Nachdem ich diesen Satz damals während meiner Krebserkrankung das erste Mal gelesen hatte, war ich fassungslos – restlos entsetzt. Ich konnte es einfach nicht glauben!!!

Da hat man doch jede Menge anderen Sch… an der Backe. Aber seitdem ist vieles passiert.

Rückblick

Nun, rückwirkend nach einigen Jahren (obwohl ich zugeben muss, da waren auch sehr harte Jahre bei) kann ich sagen, für mich war das noch mal ein irrer Entwicklungssprung. Solange ich noch keinen Einblick in diese Themen wie Achtsamkeit oder Resilienz hatte, waren sie  „killefit“. oder unnütz für mich. Und obwohl ich das nicht kannte, brauchte ich das einfach nicht.

Bald nachdem ich mich Reslienz beschäftigte habe, änderte sich das sehr schnell. Seitdem hat sich meine Einstellung grundlegend geändert. Denn diese Dinge nutze ich quasi regelmäßig. Täglich!

Was bedeutet Resilienz?

Resilienz kommt aus dem lateinischen (resilire) und heißt übersetzt abprallen oder zurückspringen. Obwohl es in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen genutzt wird, ist das aber die meist genutzte in diesem Kontext. Aber es bedeutet immer das gleiche. Im sozialen Verhalten beschreibt es eine extreme Störung, mit der man umgehen muss. Im Ergebnis geht es hier um Krisenbewältigung. Es geht um dem psychischen Widerstand, Krisen zu überstehen.

Brücke ans Meer - Bild zum Blogthema Resilienz

Bild zum Blogthema Resilienz

Geschichtliche Hintergründe

Zwei sehr wichtige Forscher der Resilienz sind Emmy Werner und Aaron Antonovski. Frau Werner begann schon in den 1940-er Jahren Kinder und Jugendliche zu beobachten. Hier wurden das Aufwachsen in ungünstigen sozialen Verhältnissen beobachtet. Herr Antonovsky beobachte nach dem 2. Weltkrieg überlebende Frauen aus dem Konzentrationslagern. Hier lag der Schwerpunkt in der besonderen schlimmen Belastung und wie diese Frauen mit der traumatischen Belastung umgegangen sind. Schnell stellte man fest, das alle Personen ihren Stressoren, ihrem Traumata ein Ziel bzw. einen Sinn geben. Was will mir dieses Trauma/diese Erfahrung sagen? Was soll das Ziel sein?

Das Ergebnis

Das Ergebnis ist, dass  jeder Mensch Einfluss auf seine eigene Krankheit, also sein eigenes Trauma hat. Klasse, habe ich damals gedacht. Ich will schnell wieder gesund sein. Ruckzuck! Zusätzlich erfolgt der Hinweis auf die Bereitschaft zur Annahme eines belastenden Ereignisses als Herausforderung, zu dessen Bewältigung sich Anstrengung und Engagement lohnen. Na, dann! Sobald ich mich weiter mit dem Thema beschäftige,  stellte ich für mich fest, dass es nicht nur eine Methode gibt damit umzugehen. Aber wusste ich schnell, dass ich für mich und mein Verhalten Selbstverantwortung übernehmen musste, obwohl ich das anfangs gar nicht wahrhaben wollte. Aber was ist, wenn ich mit diesem Druck, meinen Problemen oder mit der Krankheit nicht zurechtkomme?

Schnell los

Zum Glück war ich immer positiv denkend. Schnell habe ich mir in der nächsten Buchhandlung allerlei Literatur angeschafft. Als ich mit den ersten Büchern nach Haus kam, war ich schon ganz neugierig. Und obwohl ich viel Zeit hatte, stellte ich zeitnah fest, dass vieles von meinen neuen Büchern echt nicht meins war. Vieles war für mich nicht hilfreich. Nachdem ich „mein Buch“ gefunden habe, war ich von einem Satz fasziniert: „Resiliente Menschen kommen in ihre alte Form zurück. Andere schaffen das leider nicht.“

Residenz ist erlernbar und oder trainierbar.

Denn, wir wissen ja, das Resilienz psychischen Widerstandsfähigkeit ist. Einen Anteil bekommen wie schon mit den Genen mit. Aber auch einen weiteren Anteil trainieren wir uns in den ersten 20. Lebensjahren an. Das hatte ich auch mehrfach gelesen und es begeisterte mich.  Hier gibt es auch nicht „die EINE Methode“.  Jeder Mensch ist individuell – deshalb gilt es auch für die unterschiedlichen Resilienzübungen.Sobald du den Fokus wieder auf dein Leben legst und  nicht mehr auf dein Problem oder deine Krankheit, wirst du schnell feststellen, das du deine Ziele anders legst.

Nutze für dich die 7 Säulen der Resilienz 

Stress und persönliche Krisen stellen für uns alle eine große Belastung dar. Setze bei Herausforderungen deswegen auf die 7 Säulen der Resilienz:

  1. Akzeptanz

Resilienz braucht Akzeptanz. Lerne deswegen zu unterscheiden, was in deinen Einflussbereich fällt und was nicht. Die Einsicht, nicht alles steuern zu können, nimmt dir den Druck.

2.  Optimismus/Handlungskontrolle

Optimismus macht Mut. Eine positive oder optimistische Lebenseinstellung bildet die Grundlage für Resilienz. Glaube nicht nur daran, dass Hindernisse erfolgreich überwunden werden können, sondern setze dies auch um!

3. Lösungsorientiert/Analysestärke

Sieh Probleme als Möglichkeit für kreative Lösungsansätze. Fokussiere dich dabei auf das Ziel und nicht auf das Problem. Mit einem klaren Ziel vor Augen fällt der Weg zur Lösungsfindung leichter.

4. Netzwerkorientierung/Kontaktfreude

Resilient sein bedeutet nicht, nur auf sich selbst gestellt zu sein. Sobald du dir ein positives Umfeld aufbaust, dient dir bei Krisen als Stütze und Kraftquelle zugleich und stärkt so deine Resilienz. Trenne dich von Nörglern oder Menschen, die dich runterziehen und demotivieren.

5. Selbstwahrnehmung

Du kannst Gelassenheit und innere Ruhe trainieren! Aber versuche, Gedanken und Emotionen in unterschiedlichen Situationen bewusst zu steuern. Manchmal helfen schon ein paar tiefe Atemzüge, um deine Gefühle zu sortieren.

6. Verantwortung

Übernimm für deine Handlungen aktiv Verantwortung, anstatt in eine passive Opferrolle zu fallen. Erlaube dir, Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Du wächst daran und deine Resilienz wird gleichzeitig gefördert.

7. Zukunftsplanung/Realismus

Bereite dich aktiv auf deine Zukunft vor. Überlege, was du erreichen möchtest und wie dir das gelingen kann. Arbeite konsequent an deinen Vorhaben und setze sie zielgerichtet in die Tat um. Setze dich aber auch große Ziele für deine Zukunft.

Trainiere deine Resilienz und rüste dich für damit für mögliche Lebenskrisen. Du wirst merken, sobald du das machst, gibt es Veränderungen.Mit einer ziel- und lösungsorientierten Haltung sowie einer positiven Lebenseinstellung begegnest du Veränderungen gelassen und optimistisch.

Auf hier gibt es wunderbare Übungen, um deine Resilienz zu trainieren oder zu üben. Erwarte hier auch kein Wunder über Nach, denn das muss man natürlich auch erst einmal üben. Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass das wunderbar funktioniert. 

In meinem neuen Kurs, dem Feel Good!Kurs zeige ich dir ganz viele Möglichkeiten und Tools, um deine psychischen Widerstandsfähigkeit zu steigern. Gern kannst du dich noch unverbindlich und kostenlos mit auf die Wartelisten setzen. Sobald es losgeht, werde ich dich informieren. 

Aber wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, würde ich mich sehr über ein Feed- Back von dir freuen.

 

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